Wir warten aufs J.C.-Kind
“Wat?”, sagt ihr, “Zwei Terminator-Artikel hintereinander? Wo samma denn?”
Don’t blame me! Ich wär der letzte gewesen, der gedacht hätte, dass die Franchise im Jahr 2008/2009 A.D. einen neuen Frühling erleben würde – und das komplett ohne Involvement von Arnie und James Cameron…
Ich denke mal, man braucht kaum noch ein Wort darüber zu verlieren, dass Terminator Salvation allen Anzeichen nach absolut kick-ass wird! McG (bekannt als Regisseur von schlechten Remakes/Produzent von guten TV-Shows) hat da wirklich alle Kritiker verstummen lassen: Christian Bale als John Connor! Ein ganzer Film mit post-nuklearer Endzeit-Action, anstatt immer nur in kleinen Flashback-Teasers, wie uns das in bisherigen Film- und TV-Fassungen vorgesetzt wurde! Dafür halt ohne “AHL BIEH BÄCK!”…
Der Trailer…
…und der ausführliche Bericht bei Latinoreview lassen nur noch mehr Optimismus aufkommen.
Die spannende Frage für mich hier ist: Wie passt T:TSCC in die Geschichte?
Narrativ ists schnell geklärt: So wie T:TSCC die Story von T3 ignoriert, wird TS keinen Bezug zur TV-Show haben.
Dass hier keinerlei Möglichkeiten des Crosspromotings genutzt werden, macht mich etwas stutzig. Als zu aller Erstaunen Fox die Serie VERLÄNGERTE, anstatt, wie erwartet, sofort von seinem Programmplan zu schmeißen, war mir die Erklärung “Wirtschaftskrise” nicht wirklich einleuchtend. Viele andere Shows mit derart miesen Ratings wurden ja ebenfalls gecancelt in der Zeit.
Nein, viel realistischer schien mir, dass Warner Druck auf Fox gemacht hat, weil eine Absetzung so kurz vor Filmstart negative Publicity für die Franchise bedeuten würde.
Andererseits, will man wirklich, dass die Leute im Mai den DRAMATISCHEN Unterschied zwischen den beiden John Connors bemerken?
Also zwischen Bitchy McEmoqueen hier…

(und, Leute, dieses Bild ist SEHR entgegenkommend ausgewählt!)
…und CHRISTIAN MOTHERFUCKING BALE!

("Shoot me once, shame on you!")
Vielleicht will man die Show ja auch einfach unbemerkt beerdigen, um solche zugegebenermaßen unfairen Vergleiche zu verhindern. Beides ist möglich. Ich hoffe nur, dass man im Falle einer Absetzung die Show mit dem Judgment Day enden lässt, um eine schöne Überleitung zu Salvation zu spinnen.
Ein weiterer Hinweis darauf, dass man jegliche Konnotationen zur Serie vermeiden will und eigentlicher Grund dieses Artikels: Die Auswahl des Komponisten!
DANNY ELFMAN!?
Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Mann und er ist locker in meiner Top 5 der Lieblingskomponisten. Aber nicht nur scheint mir sein typischer Stil von kreischenden Staccato-Violinen und Knabenchören nicht wirklich zu solch einem Actionspektakel zu passen, mich enttäuscht auch, dass man scheinbar Bear McCreary nicht mal in der näheren Auswahl hatte (Elfman war offensichtlich auch nur vierte Wahl, nach Gustavo Santaolalla, Hans Zimmer und Brad Fiedel, der jetzt einen Surf Shop unterhält, whuahaha!). Das wäre meiner Meinung nach ein verdienter Aufstieg gewesen. Ich weiß nicht, ob ich einen weiteren Soundtrack zu einem Direct-to-DVD-Horrorfilm ertragen kann, ohne die Ungerechtigkeit der Welt lauthals zu beklagen…
Anyhow, bevor also die McG-Bale-Elfman-Maschine über T:TSCC rollen wird, mach ich hier mal nen Plug für Bear McCrearys Vision, die seit Dezember im Handel ist:

Im Komponieren für Remakes von 80s-SciFi-Franchises hatte er ja schon Erfahrung – und mit Trommeln kennt er sich auch aus - perfekt! Und hier wird endlich auch die ewige Frage zwischen mir und dem Chefred. geklärt, ob es nun “badam-badam-badam-ba-dam” oder “tatah-tah-tatah” geht (letzteres ;). Das ist dann auch nur eins von zwei wiedererkennbaren Motiven aus Fiedels Soundtracks (mehr war aus lizenzrechtlichen Gründen nicht drin – was ich nicht ganz kapier: GEHÖRT Warner nicht der Soundtrack zu ihrem eigenen Film?). Das andere ist, was ich das “Chase-Motiv” nenne, dieses repetitive BOOOOEEEEEEOOOOOOWWWW aus T2′s “Escape from the Hospital”, hier passenderweise das erste Mal benutzt in “Cromartie in the Hospital”.
Aber fangen wir am Anfang an: Das Album startet furios mit dem Cover von “Samson and Delilah” (zu dem in der Season 2 Premiere das Set von Lorelai Gilmores Haus in Flammen aufging), dessen gegenläufige Beats und orchestral überlagerte Gitarren den Kenner sofort an “All Along The Watchtower” aus Battlestar Galactica erinnern wird. Lediglich Shirley Mansons Vocals drängen sich hier stärker in den Vordergrund, was dem Song aber nicht wirklich schadet. Der einzige andere Track mit Vocals ist “Ain’t We Famous” von BrAndAn’s Band, Bears Bruder, der auf den bisherigen Alben als Bt4 auftrat.
Wie in Fiedels vorangegangenen Werken, arbeitet Bear hier, unüblich für ihn, mit sehr viel Synthie-Elementen und Samples von verschiedenen Stampf-Clang-Chuck-Bang-Percussion-Sounds. Das macht Spaß anzuhören, aber hat keinesfall die Dynamik und kreative Freiheit wie in seinen anderen Soundtracks. Keine orientalischen Klänge, elektrische Banjos, Dudelsäcke, gaelische Gesänge, Raya Yarbrough oder ähnliche Weltmusik-Spielereien – lediglich die Streicher aus Stücken wie BSG’s “Allegro” sind zurück, wie z.B. im längsten Track “Prisoners of War”.
Und auch wenn die CD werkimmanent besser allein dasteht als die Fiedel-Soundtracks, fehlt hier ein Hauptthema mit demselben Ohrwurmpotential wie das klassische “Terminator Theme”. “Sarah Connor’s Theme” ist nett, aber hat einfach nicht dieselbe oppressive Fabrikhallenästhetik wie das Original.
Besondere Erwähnung gilt an dieser Stelle noch “Motorcycle Robot Chase”, das mit seinem experimentellen Techno-Sound fast schon an Aphex Twin erinnert.
Fazit: KAUFEN! Oder von mir aus auch runterladen und DANN kaufen. Jedenfalls sollte an irgendeinem Punkt Geld den Besitzer wechseln. Siehe auch Bears Appell an die Fans in seinem sehr, sehr informativen, unterhaltsamen und oft aktualisierten Blog.
So, das hier war mein letzter Artikel zu Terminator bis mindestens dem 14. Februar – versprochen!
“A storm is coming…”








Man darf gespannt sein, ob zumindest die zentralen Elemente der Serie, wie etwa “serano point” und/oder mini-Skynet aka. indestructible-’se-mean-tripple-eight-machine’-ich komme wieder die 10te’-CROMARTY, ein wenig Beachtung in Salvation findet.
Es ist ja nun nicht so, dass man ein wenig Absprache bei parallel laufenden ‘major-productions’ nicht voraussetzen duerfte.
Da ueber Emo-Connor bereits alles gesagt ist, bleibt dem geneigten TSCC-Fan nur noch die schuechterne Frage, ‘what in holy christs name’- man sich dabei gedacht hat (ausser garnichts), aus Kyle Reese (as in T1 (Michael Biehn)) einen milchbubigen Schwiegermutters-Besten auf die goettliche zu sch(m)eissen – um damit, ganz nebenbei, Johns ‘way too hot -mom’ zu einem pederasten-Gestell zu dekradieren.
Sei’s drum, oder ganz im Stile des Autors:
- whatever floats your boat -
zubwolf